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Just another political blog?

Willkommen auf peerestroika.de, einem weiteren politischen Blog im Netz. Was hier passieren soll, kann ich noch nicht genau sagen. Vielleicht wird es eine weitere Plattform, auf der aktuelle politische Ereignisse kritisch kommentiert werden oder, und das wäre vielmehr mein Wunsch, ein persönliches Tagebuch, in dem eine Suche dokumentiert wird, deren Anfang etwa 3 Jahre zurückliegt.

Mein Dornröschenschlaf des bloßen Kritisierens des Kapitalismus, das sich häufig bis zum Zynismus steigerte, wurde durch ein Vortragsskript von Franz Nahrada unterbrochen. Er hat dort einen Gesellschaftsentwurf skizziert, der mir in dieser ideologiefreien, komplexen und intelligent konstruierten Form bislang nie begegnet ist. Es war eine sehr erfrischende Utopie, oder Syntopie wie Nahrada sie auch genannt hat, die mich sehr stark motiviert hat, jenseits der altbackenen Ideologien, kreativ nach einer “besser” funktionierenden Gesellschaftsform und die möglichen Wege dahin zu suchen.

Auf diesem Pfad begegnete ich sehr vielen interessanten Ideen, die z.T. ein gewisses emanzipatorisches Potenzial in sich tragen. Wie Keime könnten sie auf dem Boden des Alten erwachsen, ohne von ihm assimiliert zu werden. Als etwas gänzlich Neues könnte es neben dem Alten bestehen und dieses gar überwinden oder auskooperieren.

Der Name dieses Blogs vermischt zwei Begriffe: peer und perestroika (deutsch: Umbau, Umgestaltung). Den Begriff peer entnehme ich dem aktuellsten und vielversprechendstem Fundstück meiner Suche: der Peerconomy. Über dieses Konzept werde ich hier sicherlich häufiger Schreiben, deswegen belasse ich es hier lediglich beim Namen. Peer deutet hier auf ein neues soziales Verhältnis hin, ein Verhältnis zwischen gleichberechtigten Teilnehmern eines globalen Netzwerks. Die konkrete Form eines solchen Verhältnisses wird den thematischen Schwerpunkt bilden. Der Umbau, also die perestroika hin zu einem solchen Netzwerk, wird ein ein weiteres Thema dieses Blogs sein.

Wie der Untertitel verrät, werde ich weiterhin die Widersprüche im Alten suchen und sie heftigst kritisieren. Mal “zynisch-polemisch”, mal etwas “differenziert-theoretischer” - je nach Tageslage ;-).

Alle Leser sind herzlich dazu eingeladen meine Beiträge zu kommentieren und v.a. auch zu kritisieren.